Quelle: Bund der Versicherten
Wenn Sie mit Versicherungsvermittlern
zu tun haben, müssen Sie folgendes wissen:
In den 80er Jahren errechneten Capital und das manager magazin
übereinstimmend: Wer als Aktionär bei der Allianz
Leben 10.000 Mark einlegte, machte daraus in dreizehn Jahren
einen Gewinn von fast 270.000 Mark, was einer jährlichen
Rendite von etwa dreißig Prozent, in den letzten Jahren
sogar von vierzig Prozent entsprach. Lebensversicherte erzielten
dagegen nur um die fünf Prozent Rendite mit ihrem Lebensversicherungssparen.
DER SPIEGEL bezeichnete im März 1998 unter der Überschrift
"Legaler Betrug?" die Lebensversicherung als "Renditegrab"
und ermittelte, dass ein Kunde der Allianz nach 25 Jahren
aus seiner Lebensversicherung 137.326 DM erhalten hat, während
er beim Kauf von Allianz-Aktien 752.220 Mark, also fast das
Fünffache erhalten hätte. Die Allianz hat z. B.
Zigmilliarden Mark an stillen Reserven beiseite geschafft,
die die Kurswerte der Aktien allein in den letzten Jahren
verdoppelt haben. Den Versicherten wird vorgelogen, man brauche
stille Reserven zum Ausgleich von Niedrigzinsphasen am Kapitalmarkt.
Tatsächlich haben fast alle Unternehmen in den letzten
Jahren die Überschussbeteiligung der Lebensversicherten
gekürzt (mit der Begründung der niedrigen Kapitalmarktzinsen).
Sie haben also nicht die stillen Reserven aufgelöst,
sondern sie noch kräftig erhöht.
Das Absahnen ist noch nicht
einmal das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass die Gesellschaften
ihren Vertretern und ihren Drückerkolonnen gerade für
die falschen Versicherungen die höchsten Provisionen
zahlen, so dass bei Versicherungsabschlüssen nicht der
Bedarf des Kunden, sondern das Gewinninteresse der Unternehmen
und das Provisionsinteresse des Vermittlers im Vordergrund
stehen.
Skrupellos nehmen Unternehmensvorstände und Vermittler
hin, dass nach dieser Strategie fast alle Bundesbürger
im Bereich der Familien- und Berufsunfähigkeitsvorsorge
katastrophal unterversichert sind.
Haben Sie zu Versicherungen jemals eine eigene Entscheidung
getroffen, nachdem Sie sich umfassend und neutral informiert
hatten ? -Oder sind Sie - wie fast alle Bundesbürger
- uninformiert den Empfehlungen eines Vermittlers, eines
Vertreters oder eines guten Bekannten gefolgt ? -
Sie brauchen keinen Vermittler ! ( Siehe Persönliche
Bemerkung von E.Stopp Fair-Makler.com )
Sie brauchen keinen Versicherungsvertreter, keine "guten
Freunde oder Bekannten", denen Sie bisher vertraut
haben, die Ihr Vertrauen aber skrupellos ausgenutzt und
es mit tollen Sprüchen und allen möglichen Psychotricks
geschafft haben, Ihnen falsche und viel zu teure Versicherungen
aufzuschwatzen.
Um sich über Versicherungen zu informieren, brauchen
Sie keinen Vermittler, der hauptsächlich von Abschlussprovisionen
lebt. Da er für bedarfsgerechte Versicherungen keine
hohen Provisionen erhält, wird er Ihnen die richtigen
Angebote verschweigen. Und deshalb sind Versicherungsvermittler
als Informationsquelle sogar äußerst gefährlich
(qualifizierte Versicherungsmakler ausgenommen, von denen
es aber unter den vielen, die sich "Makler" oder
"Berater" nennen, nur ganz wenige gibt).
Umfassende und neutrale Informationen erhalten Sie nur von
gerichtlich zugelassenen Versicherungsberatern, vom Bund
der Versicherten (der solche Versicherungsberater beschäftigt
und hier - kostenlos - Informationen über über
das Internet anbietet), von qualifizierten Verbraucherzentralen,
aus Büchern wie dem "Ratgeber Versicherung"
oder unabhängigen Medien (wobei inzwischen fast alle
Medien - FINANZtest ausgenommen - von den Werbeaufträgen
der Branche abhängig sind oder vom Verkauf eigener
Informationsmittel wie Computerprogrammen oder CD’s,
die oft schlecht gemacht, kaum nützlich und zu teuer
sind und am Ende nicht selten noch falsche Empfehlungen
enthalten). - Also Vorsicht vor Medien, die oft sogar von
Drückerkolonnen finanziert werden, oder vor Medienberichten
in "seriösen" Medien, die von der Branche
selbst lanciert worden sind, die z. B. zu Kapitallebens-
und Rentenversicherungen Renditelügen verbreiten oder
die Beitragserhöhungen für privat Krankenversicherte
im Alter verschweigen. Über gute und schlechte Medienberichte
zum Thema "Versicherung" können Sie sich
hier im Internet informieren (Zurück zur Homepage,
dort unter MEDIEN / WERBUNG).Sie brauchen keinen Vermittler,
um sich von diesem Angebote machen zu lassen. Fast alle
Vermittler sind sogenannte Einfirmenvertreter, arbeiten
also in der Regel nur für einen Konzern. Sie bieten
Ihnen - wegen der hohen Provision - nicht nur die falschen
Versicherungen an, sondern dies - wegen Ihrer Bindung an
den Konzern - auch noch zu überteuerten Prämien,
da Einfirmenvertreter in der Regel für die großen
und teuren Konzerne arbeiten. Oft sind sogenannte "Drücker"
Freunde oder Bekannte der Abschlussopfer oder sie werden
als Referenz oder Kontaktperson eingesetzt, die dafür,
dass sie Ihnen den "tollen Vermögens- oder Finanz-Berater"
empfohlen haben, einen Teil der Provision erhalten.
Sie brauchen künftig keinen Vermittler, damit er Ihnen
Versicherungsangebote erklärt, bei der Ermittlung Ihres
Bedarfs, des Versicherungsumfangs und beim Ausfüllen
des Antrags hilft. Denn die Ausgangssituation wird in Zukunft
eine völlig andere sein:
Sie werden künftig selbst wissen, welche Versicherungen
Sie brauchen, und können selbst entscheiden, welche
Sie abschließen wollen.
Versicherungsentscheidungen können ohnehin
nur Sie allein treffen (wer sonst ? ).
Auch gerichtlich zugelassene Versicherungsberater oder der
Bund der Versicherten geben nur Informationen und Hilfen
für Ihre eigenen Entscheidungen. Und Sie können
den notwendigen Versicherungsumfang nur selbst ermitteln.
Nach dieser Überprüfung Ihrer Versicherungssituation
ist das Einholen von Angeboten, die Bedarfsermittlung und
das Ausfüllen von Versicherungsanträgen kein Problem
mehr.
Für das Ausfüllen des Antrages sind ohnehin
Sie allein verantwortlich.
Sie brauchen keinen "Vertreter in der Nachbarschaft",
wenn ein Versicherungsfall eintreten sollte. Für die
sofortige Schadensmeldung gibt es Telefone, Faxgeräte
oder Mailboxen. Und für das Ausfüllen der Schadenanzeige
ist der Versicherungsnehmer selbst verantwortlich. Größere
Schäden werden ohnehin in den Schadenabteilungen der
Gesellschaften bearbeitet. Und glauben Sie ernsthaft, dass
Ihnen Ihr Vermittler oder Ihr "Freund Karl", wenn
es um große Ansprüche gegen Ihr Versicherungsunternehmen
geht, besser helfen kann als zum Beispiel die Juristen und
gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater des Bundes
der Versicherten ?
Bei einem Streit um Versicherungsleistungen entscheidet
letztlich das Gericht. Und dem ist es egal, wo und über
wen Sie versichert sind.
Alles, was angeblich "nur" ein Versicherungsvermittler
bietet, können Sie neutral und in wesentlich qualifizierterer
Form durch gerichtlich zugelassene Versicherungsberater
oder den Bund der Versicherten erhalten: Informationen,
Entscheidungshilfen, Hilfe bei der Ermittlung des Versicherungsbedarfs,
Hilfe bei der Einholung von Angeboten, Hilfe beim Ausfüllen
von Anträgen, Hilfe im Schadensfall .... Dazu noch
Hilfe bei der Überprüfung und Kündigung der
teuren und falschen Verträge, wobei Ihnen Ihr Vermittler
(der Ihnen diese "verkauft" hat) sicher nicht
helfen würde.
Wie erkenne ich einen seriösen und qualifizierten
Vermittler?
Versicherungsvermittlung ist eine Charakterfrage,
das heißt:
Nur die Qualifikation oder ein Ausweis sagen noch nichts
über die Seriosität des Vermittlers aus. Auch
ein hochqualifizierter Vermittler kann - provisionsorientiert
- nicht bedarfsgerechte, also falsche Verträge abschließen.
Trotzdem kann eine anerkannte Qualifizierung (Fachberater
IHK, Finanzwirt bbw oder twi, Fachwirt für Finanzdienstleistungen
IHK, oder Master of Financial Consulting oder CFP (Certified
Financial Planner) ...... schon Aufschluss über die
Befähigung des Vermittlers geben.
Aufschlussreich ist auch, wie der Vermittler seine Kunden
kontaktiert, ob und wie er seinen Kunden weitere Empfehlungsadressen
abverlangt, ob er auf eine Unterschrift drängt und
ob er alle Unterlagen zum Prüfen und Vergleichen mit
anderen Angeboten über mehrere Tage beim Kunden lässt.
Der Vermittler muss unabhängig sein und an alle Unternehmen
vermitteln können (außer Direktversicherer, die
oft günstigere Beiträge bieten, aber in der Regel
keine Provisionen für Vermittler zahlen)
Der Vermittler muss ein umfangreiches Beratungsprotokoll
(persönliche Verhältnisse und Ziele, Bedarf ...)
führen, dieses von allen Beteiligten (auch selbst)
abzeichnen lassen und dem Kunden aushändigen. Dadurch
könnten noch Jahre später Beratungsfehler nachgewiesen
und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.
Der Vermittler sollte anbieten, die im Protokoll festgehaltene
Bestandsaufnahme mindestens jährlich zu überprüfen.
Der Vermittler muss eine ausreichend hohe Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
nachweisen können.
Sie können durch Ihre Information - hier im INTERNET
- erkennen, ob Ihr Vertrauen in Ihre "Berater"
gerechtfertigt war, ob Sie durch deren "guten Ratschläge"
nicht schon Tausende oder Zehntausende von Mark verloren
haben und dazu noch miserabel abgesichert waren. Wenn dies
der Fall ist, sollten Sie aus Ihren neuen Erkenntnissen
dann auch wirklich knallhart die Konsequenzen ziehen:
"Hausverbot" oder "kein
Wort mehr über Versicherungen" mit Ihren früheren
"Beratern", mit Freunden und Bekannten, die Ihnen
zu Ihren falschen und zu teuren Versicherungen, zu einem
miserablen Versicherungsschutz und großen finanziellen
Verlusten verholfen haben !
Denn denen gelingt es mit allen möglichen Mitteln und
Tricks, sogar informierten Verbrauchern noch Schlechteres
aufzuschwatzen, als sie vorher schon hatten. Zum Beispiel
wird die allgemeine Kritik an der Kapitallebensversicherung
übernommen und dem Kunden als "etwas viel Besseres"
die - ebenso unsinnige - private Rentenversicherung oder
eine schlechte Geldanlage aufgeschwatzt.
Nochmals also die Empfehlung: Lassen Sie sich vor
Abschluss von Versicherungen neutral informieren, zum Beispiel
als Mitglied beim BdV
Vermittler und Einfirmenvertreter,
die etwas "verkaufen" wollen,
können keine neutralen Berater sein.
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