Altersvorsorge, aber wie ?
Wer finanziell für den Ruhestand gerüstet sein will, darf kein unnötiges Risiko eingehen und wir geben Ihnen Hinweise und zeigen Ihnen, wo die Fallen lauern.
Ein paar grundlegende Gedanken zu diesem Thema:
Da die staatlichen Rentenleistungen immer geringer werden, wird die private Altersvorsorge umso dringlicher. Aber welches Produkt aus welcher Schicht ist nun das Richtige?
Die Antwort kann nur in einer individuellen Beratung und Lösung liegen.
Lage analysieren. Sind Sie pflichtversichert? Zahlen also in die staatl. Rentenkasse ein? Was ist dann beim Rentenbezug zu erwarten? Sind sie Selbständig, können Sie die Altersvorsorge auch selbst planen und gestalten, müssen keine Beiträge an die gesetzliche Rentenkasse zahlen.
Risiken absichern: Bevor Sie sparen, muss jedoch die Familie (Ehegatte, Kinder ) abgesichert sein. Ihre persönliche Lebenslage ist entscheidend, wie sie hier vorgehen. Eine Risiko-Lebensversicherung, Berufs -und Erwerbsunfähigkeit, Private Haftpflicht, Unfallversicherung, eventuell Kranken -und Pflegezusatzversicherungen sollten berücksichtigt werden.
Liquidität muss erhalten bleiben. Zwei bis Drei Nettomonatseinkommen sollten Sie kurzfristig stets verfügbar haben, für unvorhersehbare Dinge.
Staatliche Fördermittel beachten und eventuell nutzen. Aber denken Sie daran, der Staat hat nichts zu verschenken! Oft holt er sich " verschenktes " Geld in Form von Steuern und Abgaben und Gebühren (auch über die Produktvertreiber ...) wieder.
Steuern sparen? Besteuerung der Produkte im Leistungs- bzw. Bezugsfall beachten. Die Absetzbarkeit von Ausgaben zur Altersvorsorge prüfen, aber auch die Nachteile erkennen. Hier sollten Sie Ihren Steuerberater hinzu ziehen, besonders wenn Sie nicht Pflichtversichert sind.
Inflationsrate nicht außer Acht lassen. Bei einer Inflationsrate von 2-3 % ist etwa eine Million € in 30 Jahren nur noch rund halb soviel wert wie heute.
Langlebigkeit beachten. Häufig wird unterschätzt, wie lange angespartes Kapital bei ständig steigendem Lebensalter ausreicht.
Nie alles auf eine Karte setzten: Kapitalanlagen mischen, Bank, Fonds-Versicherungsprodukte kommen in Frage, wie auch die selbst erworbene Immobilie.
Wenn man diese Betrachtungen abgeschlossen hat und letztlich den individuellen Betrag ermittelt , der zur Altersvorsorge zur Verfügung steht, bleibt die Frage nach den richtigen Produkten aus dem 3 Schichten Modell
Hier ein überblick über Anlageformen und deren Vor- und Nachteile:
Die Versicherungswirtschaft befindet sich nach Wegfall des Steuerprivilegs für Kapitalbildende Lebensversicherung ( ab 2005) in einem starken Wandel und Umbruch.,
Leider haben die meisten deutschen Versicherer auf die neuen Anforderungen noch keine für den Kunden wirklich geeignete (Produkt) Lösung gefunden.
Verstärkt wird die Privat-Rente in den Focus gerückt, aber deren gravierende Nachteile verschwiegen:
- Die Kosten des Produktes erfahren Sie als Kunde in der Regel nicht. Wenn Sie 100 € pro Monat in eine Rentenversicherung zahlen, wie viel wird davon wirklich angelegt?
- Es gibt entgegen der Aussage keine " Garantierte Rente"! Die gesetzlichen Vorschriften (VVG § 172 , VAG § 89, HGB § 341 ) erlauben dem Versicherer diese Rente bei schwieriger wirtschaftlicher Lage zu kürzen. Dies wird leider dem Kunden in der Regel nicht mitgeteilt.
- Mit Beginn der Auszahlung der ersten Rente und dem Ablauf der Rentengarantiezeit (die Sie auch noch bezahlen!) wird im Todesfall der versicherten Person das " Restkapital an die Versichertengemeinschaft zurück geführt " !! Das Restkapital ist also für die Erben verloren!
- Eine Private Rente birgt die Frage in sich, wie alt wird der Kunde? Diese Frage kann aber keiner beantworten, deshalb kalkuliert die Gesellschaft oft mit einem Sicherheitszuschlag, was bedeutet, dass man ein 100 jähriges Leben kalkuliert. Die Rente rechnet sich somit erst ab 91 - 95 Jahren für Sie als Kunde ( siehe Aktuell Rente rechnet sich ab 91...)
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- Weiterhin steht die Frage, eine Klassische Rente ( also Zinsertrag ) oder eine Fondsgebundene Rente auszuwählen. Die Rendite, bezogen auf Ihr eingezahltes Kapital, unter Beachtung der Inflationsrate, bewegt sich daher um Null, oder sogar im Minusbereich. Bei einem Fondsgebundenen Produkt tragen Sie als Kunde natürlich auch das Fonds -Risiko, sprich das Risiko der Wertentwicklung.
- Bei Insolvenz der Versicherung dürfen Sie nicht auf den Staat hoffen- er vergibt keine Garantie, das Sie ihr Geld zurück erhalten!
Fazit:
Hier ist individuelle Beratung besonders wichtig, um aus den o. g. Gründen für Sie die richtige Lösung, das richtige Produkt zu finden.
Andere Länder in der EU machen es uns vor, dass es auch andere Lösungsansätze und Produkte gibt, die sowohl eine Kostentransparenz, eine gewisse Verfügbarkeit und eine angemessene Rendite erwarten lassen.
Wir beraten Sie zu diesem Thema gern ausführlich und individuell.