Honorarberatung durch den Versicherungsmakler

Die Honorarberatung durch den Versicherungsmakler gegenüber Nicht-Verbrauchern ist gemäß § 34 d Abs. 1- Satz 4 der Gewerbeordnung erlaubt, sofern die Erlaubnis / Registrierung als Versicherungsmakler bei der zuständigen IHK erteilt wurde.

Diese bezieht sich auf folgende Dienstleistungen:

Die Honorarberatung durch den Versicherungsmakler kann erfolgen, wenn er abschlusskostenfreie Tarife (die also ohne Courtage / Provision berechnet wurden) an seinen Mandanten vermittelt. Diese Leistungen sind nicht umsatzsteuerpflichtig.

Der Versicherungsmakler darf kaufmännische Dienstleistungen, die keine Versicherungsberatung darstellen, gegen Rechnung erbringen.

Dies können folgende Dienstleistungen sein:

  • Sichten und Ordnen von Versicherungsunterlagen des Kunden;
  • Erstellen eines Versicherungsstatus für den Kunden ohne Bewertung der Versicherungsbedingungen;
  • Beratung des Kunden über betriebswirtschaftliche und personalpolitische Auswirkungen einer betrieblichen Altersversorgung;
  • Analyse und Bewertung vorhandener Risiken;
  • Bewertung von Geschäfts- und Produktionsabläufen im Sinne einer Abhängigkeitsanalyse für die Betriebsunterbrechungsversicherung;

Diese Leistungen sind umsatzsteuerpflichtig.

Grundsätzlich erlaubt ist dem Maklern gemäß Rechtsberatungsgesetz (RBerG), das am 01.07.2008 vom Rechtsdienstleistungsgesetz (RBG) abgelöst wird, die Rechtsberatung im Rahmen der Vermittlung von Versicherungsverträgen, und zwar nach § 93 Abs. 1 HGB und § 59 Abs. 3 des VVG.

Entgelte werden individuell zwischen Mandanten und Versicherungsmakler schriftlich nach Aufwand vereinbart.


Eberhard Stopp

Versicherungsmakler mit Erlaubnis D-ZQ1P-IBFJV-86 der IHK Chemnitz, siehe Impressum.