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Altersvorsorge, aber wie ? 1. Lage analysieren.
Sind Sie pflichtversichert? Zahlen also in die staatl. Rentenkasse ein? Was ist dann beim Rentenbezug zu erwarten? Sind sie Selbständig, können Sie die Altersvorsorge auch selbst planen und gestalten, müssen keine Beiträge an die gesetzliche Rentenkasse zahlen. 2. Risiken absichern: Bevor Sie sparen, muss jedoch die Familie (Ehegatte, Kinder) abgesichert sein. Ihre persönliche Lebenslage ist entscheidend, wie sie hier vorgehen. Eine Risiko-Lebensversicherung, Berufs -und Erwerbsunfähigkeit, Private Haftpflicht, Unfallversicherung, eventuell Kranken -und Pflegezusatzversicherungen sollten berücksichtigt werden. 3. Liquidität muss erhalten bleiben. Zwei bis Drei Nettomonatseinkommen sollten Sie kurzfristig stets verfügbar haben, für unvorhersehbare Dinge. 4. Staatliche Fördermittel beachten und eventuell nutzen. Aber denken Sie daran, der Staat hat nichts zu verschenken! Oft holt er sich " verschenktes " Geld in Form von Steuern und Abgaben und Gebühren (auch über die Produktanbieter) wieder. 5. Steuern sparen? Besteuerung der Produkte im Leistungs- bzw. Bezugsfall beachten. Die Absetzbarkeit von Ausgaben zur Altersvorsorge prüfen, aber auch die Nachteile erkennen. Hier sollten Sie Ihren Steuerberater hinzu ziehen, besonders wenn Sie nicht Pflichtversichert sind. 6. Inflationsrate nicht außer Acht lassen. Bei einer Inflationsrate von 2-3 % ist etwa eine Million € in 30 Jahren nur noch rund halb soviel wert wie heute. 7. Langlebigkeit beachten. Häufig wird unterschätzt, wie lange angespartes Kapital bei ständig steigendem Lebensalter ausreicht. 8. Nie alles auf eine Karte setzten: Kapitalanlagen mischen, Bank, Fonds-Versicherungsprodukte kommen in Frage, wie auch die selbst erworbene Immobilie. Wenn man diese Betrachtungen abgeschlossen hat und letztlich den individuellen Betrag ermittelt , der zur Altersvorsorge zur Verfügung steht bzw. stehen sollte, bleibt die Frage nach den richtigen Produkten aus dem 3 Schichten Modell. Hier ein Überblick über Anlageformen und deren Vor- und Nachteile für den Kunden:
Die Versicherungswirtschaft befindet sich nach Wegfall des Steuerprivilegs für Kapitalbildende Lebensversicherung (ab 2005) in einem starken Wandel und Umbruch., Leider haben die meisten deutschen Versicherer auf die neuen Anforderungen noch keine für den Kunden wirklich geeigneten (Produkt) Lösungen gefunden. Dies liegt aber auch und vor allem an den gesetzlichen Vorgaben durch den Gesetzgeber. Verstärkt wird die Privat-Rente in den Focus gerückt, aber deren gravierende Nachteile verschwiegen: - Die Gesamtkosten des Produktes erfahren Sie als Kunde in der Regel nicht. Wenn Sie 100 € pro Monat in eine Rentenversicherung zahlen, wie viel wird davon wirklich angelegt?
- Es gibt entgegen der Aussage keine " Garantierte Rente"! Die gesetzlichen Vorschriften (VVG § 163 , VAG § 89, HGB § 341 ) erlauben dem Versicherer diese Rente bei schwieriger wirtschaftlicher Lage zu kürzen. Dies wird leider dem Kunden in der Regel nicht mitgeteilt. - Mit Beginn der Auszahlung der ersten Rente und dem Ablauf der Rentengarantiezeit (die Sie auch noch bezahlen!) wird im Todesfall der versicherten Person das " Restkapital an die Versichertengemeinschaft zurück geführt " !! Das Restkapital ist also für die Erben verloren! - Eine Private Rente birgt die Frage in sich, wie alt wird der Kunde? Diese Frage kann aber kein Kunde beantworten, deshalb kalkulieren die Gesellschaften oft mit einem Sicherheitszuschlag, was bedeutet, dass man ein 100 jähriges Leben kalkuliert. Die Rente rechnet sich somit erst ab 95 - 100 Jahren für Sie als Kunde. - Weiterhin steht die Frage, eine Klassische Rente ( also Zinsertrag ) oder eine Fondsgebundene Rente auszuwählen. Die Rendite, bezogen auf Ihr eingezahltes Kapital, unter Beachtung der Inflationsrate, bewegt sich daher um Null, oder sogar im Minusbereich. Bei einem Fondsgebundenen Produkt tragen Sie als Kunde natürlich auch das Fonds-Risiko, sprich das Risiko der Wertentwicklung. - Bei Insolvenz der Versicherung dürfen Sie nicht auf den Staat hoffen- er gibt keine Garantie, das Sie ihr Geld zurück erhalten! - Gewinnbeteiligung und Beteiligung an den stillen Reserven sind noch immer die häufigsten Streitfälle zwischen Kunden und Versicherer. Diese zivilrechtliche Auseinandersetzung kann der Kunde in der Regel nur mit Sachverständigen und Rechtsanwälten führen- was weitere nicht unerhebliche Kosten verursacht. Fazit: Hier ist individuelle Beratung besonders wichtig, um aus den o. g. Gründen für Sie die richtige Lösung, das richtige Produkt zu finden. Die nur teilweise vorhandenen gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Kostentransparenz, der Verfügbarkeit, der Sicherheit von Kundengeldern und einer angemessenen Rendite sind nach meiner Auffassung für den Kunden vielfach nachteilig. Besonders bei der so g. Rürup –und Riester- R Ente. Ich berate Sie zu diesem Thema gern ausführlich und individuell.
Das 3-Schichten Modell |