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| +++ 15.10.09 Bafin bangt um VR |
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Artikel bei ftd : Zitat: Härteprüfung für die AssekuranzBaFin bangt um VersichererIn ihren bisherigen Stresstests für die Assekuranz ging die Finanzaufsicht vom Szenario eines schockartigen Wertverfalls aus. FTD-Informationen zufolge rechnet die Aufsichtsbehörde nun mit einer langandauernden Niedrigzinsphase - und sieht darin eine reale Gefahr.von Herbert FrommeDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hält eine lang anhaltende Niedrigzinsphase für eine reale Gefahr für die Assekuranz. Nach FTD-Informationen verlangt die Aufsichtsbehörde erstmals in ihrer Geschichte von den Lebensversicherern Modellrechnungen, die von sehr niedrigen Zinsen bis 2018 ausgehen und den Zinsbedarf bis 2027 modellieren. Bislang nahm die Aufsichtsbehörde in ihren Stresstests zur Krisenfestigkeit der Lebensversicherer einen schockartigen Wertverfall von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren an - nicht aber einen jahrelangen Niedrigzins.
Ein BaFin-Sprecher bestätigte die Abfrage. "Grund dafür ist die präventive und langfristig orientierte Aufsicht", sagte er. "Wir rechnen nicht mit kurzfristigen Problemen bei Lebensversicherern", beruhigte er.
Die Versicherer geben ihren Kunden in der klassischen Renten- und Lebensversicherung Garantien, die immer für die gesamte Laufzeit eines Vertrages gelten. Bei heute abgeschlossenen Verträgen beträgt die Garantie 2,25 Prozent, in der Vergangenheit lag sie aber auch schon bei vier Prozent. Im Durchschnitt haben die Gesellschaften Zinsgarantien von rund 3,4 Prozent auf Kundenguthaben zu bedienen - bei Laufzeiten von zwölf Jahren und mehr.
Die BaFin befürchtet offenbar, dass einige Anbieter bei lang anhaltenden niedrigen Erträgen aus den Kapitalanlagen kaum in der Lage wären, diese Garantien dauerhaft zu bedienen. Dann käme mancher Lebensversicherer in eine Schieflage. In Japan führten Deflation und Niedrigzinsen in den 1990er-Jahren zu einer Reihe spektakulärer Zusammenbrüche von Lebensversicherern. ......... Zitat Ende.
Kommentar E. Stopp: Vor diesem Hintergrund weiterhin den Ausstieg aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sowie deren politisch gewollte Destabilisierung voran zu treiben, um dann den Bürgern die private Altersvorsorge zu propagieren ist verantwortungslos. Übrigens sei zum Thema Riesterrente noch angemerkt: Die Riester - Förderung ist eigentlich keine Förderung, denn Sie zahlen die Prämie aus dem schon versteuertem Einkommen. Die " Förderung " ist nichts anderes, als dem Vorwurf der im Grundgesetz verbotenen Doppelbesteuerung durch Zahlung einer " Prämie " zu entgehen. Sie bekommen also nur das zurück, was Sie vorher ( in der Regel ) selbst bezahlt haben. Ganz abgesehen von dem erkennbaren Bestreben der Arbeitgeber sich aus der Finanzierung der Sozialabgaben schrittweise zu entlasten und diese Kosten auf die Arbeitnehmer abzuwälzen. Mit diesem neu gewählten Bundestag und den vorhandenen Mehrheiten von CDU/CSU/ FDP wird Ihnen das sicher auch gelingen. Dafür gibt es dann ein paar Spenden auf die Parteienkonten !! - Natürlich ohne Gegenleistung. Das nennt man dann Demokratie! |