>>> 23.06.10 Allianz ...scheitert ...
Welt online am 21.06.2010 : 

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21.06.10|

Umbau des Konzerns

Allianz scheitert an hoch gesteckten Zielen

Der Konzernumbau der Allianz läuft nicht nach Plan. Das drückt die Stimmung der vom Stellenabbau verschonten Mitarbeiter.

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Wütende Mitarbeiter: Viele der Allianzer demonstrieren gegen den Jobabbau
von Sebastian Jost

Rolf Zimmermann sah gleich, das etwas nicht stimmte. Erschöpft sah der Kollege aus, sein Lächeln war gequält, als er sich zu ihm an den Tisch in der Kantine setzte. Zimmermann ist Vorsitzender des europäischen Betriebsrats bei der Allianz und deshalb durchaus gewohnt, dass ihm Mitarbeiter ihr Leid klagen. „Aber das war einer von denen, die immer gute Laune hatten, die mit Freude ins Büro kamen und sich nie etwas anderes vorstellen konnten“, erzählt Zimmermann....

Vor genau vier Jahren gab der Versicherer bekannt, trotz Milliardengewinnen 5700 Stellen streichen zu wollen. Ein Kulturbruch in einem Unternehmen, das für Verlässlichkeit und auch ein bisschen Langeweile stand. Ein Schock für die deutsche Öffentlichkeit.  .....

Wirklich traumhaft findet das allerdings kaum jemand im Unternehmen. Die Angst um die eigene Existenz, die zeitweise Züge von Panik annahm, ist zwar weg – aber die Stimmung ist immer noch alles andere als gut. „Es hat sich sehr viel verändert, aber sehr wenig verbessert“, sagt Jens Schulzki, Betriebsrat in Hamburg. Der Druck auf die Mitarbeiter sei sehr viel höher als früher angesichts der ausgedünnten Personaldecke......

Vertreter kritisieren ein schlechtes Privatkundengeschäft 

Über solche Erfolgsmeldungen wundern sich allerdings so einige in der Allianz-Welt – vor allem die Vertreter, die einflussreiche Hauptsäule des Vertriebs. „Die Realität sieht anders aus“, sagt einer von ihnen. Einfache Dinge wie Adressänderungen seien natürlich schnell erledigt, „aber sobald es etwas komplizierter wird, hängt man ewig an der Hotline“.    ....

Auch Betriebsräte diagnostizieren einen gewissen Gewöhnungseffekt. Über einen Wechsel in ein anderes Sachbearbeiter-Team rege sich niemand mehr auf. Allerdings sei der Radikalumbau nicht der ideale Start in einen Veränderungs-Dauerlauf, findet Zimmermann – im Gegenteil: „Bei Sportlern gilt es schließlich auch, sie nicht durch zu viele Wettkämpfe zu sehr zu verschleißen“, sagt der Betriebsrat. „Sonst sind sie schnell nur noch kaputt und bringen keine Höchstleistung mehr.“ Die Revolution droht im Burn-out zu versanden. Vielleicht muss die Allianz beim Training für einen Kulturwandel noch einmal neu anfangen.

Zitat  Ende:                              Ausführliche Artikel    hier:

Kommentar E. Stopp: 
Es ist wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch: 
Die ganz oben sitzen ackern Millionen in die  eigene  Tasche, die Gewinne  sprudeln und  der  Mitarbeiter, sowie die  Kunden müssen " bluten". 
Schlimm ist es für die Kunden!  Denn der  bei meiner Tätigkeit bei Kunden vorgefunde Versicherungsschutz ist  meistens zu teuer, zu schlecht  ( zum Bsp.  Private Haftpflicht  1,1  - 3 Mio €  Versicherungssumme bei Prämien weit über  100 € )  und es ist nichts von Betreuung oder Aktualisierung  von Verträgen zu finden.
Unterversicherung,  falsche Werte zum Bsp. bei Wohngebäude ( Wert 1914)  und viel zu geringer Versicherungsschutz bezüglich der Haftungssume ( sieh Hinweis Haftpflicht) sind festzustellen.  Aber massenweise für den Kunden  nutzlose  Unfallprämienrückgerwähr - Versicherungen sind zu finden.
Die Bearbeitungszeiten beim Schriftverkehr;  zum Bsp. bei Kündigungen,  liegen weit über 2  Wochen.

Und mit noch einem Märchen muss mal aufgeräumt werden:
Der angeblich so guten alten  DDR - Hausratversicherung ....!  Was ist daran gut?  Dies Frage konnte mir bisher kein Kunde beantworten.   Es sind meist  Elementarschäden bei der Hausratversicherung mitversichert, ja,  aber das erhalten Sie bei anderen Gesellschaften auch,  meist wesentlich preisgünstiger. 

So lange Maximalprofit  das Ziel der Manager und Eigentümer ist,  wird sich weder  bei der Allianz, noch  bei anderen Firmen etwas ändern.  Denn der Kunde ...und seine  Interessen und Bedürfnisse spielen dabei kaum eine Rolle. 

 
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