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07.11.2018 VB; Bausparkassen leeren Notfallfonds

    Versicherungsbote     am 07.11.2018:

 

   >   B a u s p a r k a s s  e n    l e e r e n     N o t f a l l f o n d s

 

  Zitat  daraus:

Der Verdacht: Die Notfall-Reserven frisieren die Bilanzen

Was geschieht mit dem Geld aus den Notfallfonds? Die meisten Bausparkassen buchen das Geld um und stocken so ihr Eigenkapital auf. Unter Berufung auf die Bundesbank berichtet zum Beispiel das Wirtschaftsmagazin Capital: die Institute hätten 2017 ihre Eigenkapitalrentabilität um 0,3 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent steigern und so fast das Niveau des langfristigen Durchschnitts erreichen können. Dieses Niveau verdankt sich aber wesentlich dem Zugriff bei den Reserven. Hätten die Kassen hingegen kein Geld aus den Fonds entnommen, läge die Eigenkapitalrentabilität nur bei weniger als drei Prozent.

Die aufgebesserten Bilanzen dienten den Banken unter anderem zur Vergabe „gewöhnlicher“ Immobilienkredite statt der schlecht laufenden klassischen Bauspar-Darlehen. Dürfen doch größere Summen für die zwar rentablen, aber eben auch riskanteren Kredite vergeben werden, je höher das Eigenkapital der Kassen ist. Verhält es sich aber wirklich so, dass Bilanzen durch die Fonds geschönt werden ohne "Notbedarf", bliebe ein bitterer Beigeschmack. Es handelt sich bei den in diesen Fonds gesammelten Geldern nämlich um Gelder der Kunden.




Meldung vom 2018-11-07 - Fair-Makler.com