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09.08.2018 KenFM; Wahnsinn der Normalität

  Ken FM    :

 

    Zitat: 

  Der Wahnsinn der Normalität

      Wir leben in einer Demokratieillusion, die durch propagandistische Lügen am Leben gehalten wird.

von Jens Wernicke

Die Machteliten treiben uns scheinbar unaufhaltsam in die Katastrophe — durch Ökozid, Freiheits-Abbau und eine profitgetriebene, unverantwortliche Kriegspolitik. Es hat keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen, wie weit wir schon auf der abschüssigen Bahn in Richtung Abgrund vorangekommen sind. Dennoch ist das schlimmste anzunehmende Szenario nicht unausweichlich, wenn wir alle dem Wahnsinn die Kooperation verweigern. Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke interviewte den Politikwissenschaftler und Mitherausgeber von „Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“ Ullrich Mies.

Herr Mies, Sie publizieren viel zu Krieg und dem sogenannten Tiefen Staat. Wie würden Sie die aktuelle Weltlage skizzieren und warum ist Aufklärung über den Tiefen Staat Ihrer Ansicht nach notwendig?

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Wer sind denn nun die Verantwortlichen für den ganzen Wahnsinn?

Das ist das Werk der herrschenden „Eliten“, denen der Kalte Krieg abhanden kam und die den neuen Kalten Krieg 2.0 entfachten, um nur bloß nicht in die Verlegenheit zu gelangen, die „Friedensdividende“ einlösen zu müssen.

Der Frieden ist für den staatsterroristischen MIlitärkomplex ein Anti-Geschäftsmodell.

Darum musste die Friedensdividende zerstört und die NATO-Ost-Erweiterung, die ich als NATO-Ost-Eroberung bezeichne, realisiert werden. Diese Ost-Eroberung wurde in den USA ausgeheckt, die politischen Eliten in den abhängigen europäischen Vasallen-Staaten wurden nicht gefragt, sondern eingebunden.

Die Saat der neoliberalen Globalisierer ist bis dato in ihrem Sinne weitgehend aufgegangen. Die Merkel-Regierung, besser das Regime, ist ein klassisch marktradikal-neokonservatives Regime, reaktionär bis ins Mark, das die dystopischen Triebkräfte massiv befördert hat.

Statt zur Vernunft zu gelangen, treiben unsere Entscheidungseliten alles auf den Höhepunkt: den Ressourcenverbrauch, die Konflikteskalation durch Sanktionen, Aufrüstung an allen Fronten, neue Kriege und als deren Folge Flüchtingsströme. Aber auch die sogenannte Zivilgesellschaft ist an den dystopischen Entwicklungen massiv beteiligt: Monsterevents, Massentourismus, exzessiver Freizeitverkehr, Naturvernutzung, Fleischkonsum aus Massentierhaltung, Komasaufen und so weiter. Das sind Zeichen kollektiver Verblödung großer Gesellschaftssegmente.

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Was kann jeder Einzelne von uns tun, um die Welt zum Besseren zu gestalten?

Jeder kann aus dem System zumindest teilweise aussteigen und sich dem ganzen Irrsinn individuell entziehen. Dazu zählt, den Herrschaftscliquen die Gefolgschaft zu verweigern, Wahlen fernbleiben oder Anti-Systemparteien wählen, das Konsumverhalten komplett ändern, Details erspare ich mir, sich dem Massentourismus verweigern, sich bilden und intelligent vernetzen, Mainstreammedien meiden beziehungsweise untersuchen, was sie alles weglassen und wie sie manipulieren, auf den eigenen Körper und die Psychohygiene achten, zum Beispiel bei der Frage, mit wem ich Kontakt pflege.

Soweit es die ökonomische Lage zulässt, dem Billig-Dreck entsagen: Billig ist immer teuer für irgend jemanden. Dummschwätzern nicht auf den Leim gehen, immer alle ihre Aussagen und Behauptungen überprüfen, soweit möglich. Sich politisch vernetzen und den Widerstand organisieren.

Das sind ja nur einige, aber wichtige Schritte, die der Einzelne unternehmen kann, um in diesem Wahnsinns-System einigermaßen unbeschadet zu überleben, was sehr, sehr wichtig ist.

Zitat   Ende 

 

 




Meldung vom 2018-08-10 - Fair-Makler.com