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+ 03.06.2014 MDR Umschau Elementarschadenversicherung

MDR      Umschau  am   03.06.2014  

H o c h w a s s e r   i n    R o c h l i t z;        Versicherung ?  Geht  nicht !

Familie  Loose  und Versicherungsmakler  Eberhard Stopp

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/sendung401452_letter-U_zc-6e982065_zs-dea15b49.html

Zitat:

Umschau | 03.06.2014 | 20:15 Uhr Versicherungen bei Schäden durch Naturgewalten

Ein kaputtes Dach nach massiven Schneefällen, Überschwemmung durch sintflutartige Regenfälle oder ein Erdrutsch hinter dem Haus: Naturgewalten können innerhalb kurzer Zeit immense Schäden an Gebäuden und Einrichtungen verursachen, für die Hauseigentümer und Mieter in der Regel selbst aufkommen müssen. Um auf den Kosten für die Instandsetzung nicht vollständig sitzen zu bleiben, hilft nur ein entsprechender Versicherungsschutz. Diese Versicherungen greifen im Schadensfall.

 

Wohngebäudeversicherung (Hausbesitzer)

Die Wohngebäudeversicherung bindet drei Versicherungen: Feuerversicherung, Leitungswasserversicherung und Sturmversicherung. Sie deckt damit Schäden an Gebäuden ab, die durch Brand, Blitzschlag, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstehen. Je nach Versicherungsvertrag können die Risiken auch einzeln versichert werden. Versichert sind jeweils die im Versicherungsschein vermerkten Gebäude und das Gebäudezubehör, wie Gartenhaus, Carport, Terrasse, Klingel und Briefkasten oder auch die für das Gebäude gefertigte Einbauküche. Den Inhalt der Wohnung deckt die Versicherung nicht ab, dazu ist eine Hausratversicherung notwendig.

Zwangsversicherung
Umschau

Versicherung? Geht nicht!

Vor einem Jahr wurde Mitteldeutschland vom Hochwasser heimgesucht. Der Wiederaufbau wurde vor allem durch Steuergelder bezahlt. Die Versicherungswirtschaft hält sich dagegen raus.

03.06.2014, 20:15 Uhr | 07:21 min

Elementarschadenversicherung (Hausbesitzer und Mieter)

Aufräumarbeiten nach Unwetter in Niederwartha
Nur eine Elementarschaden-Versicherung greift bei Naturkatastrophen.

Die Elementarschadenversicherung kann nur zusätzlich zu einer Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden. Sie ist als Paket mit Schutz durch Erdbeben sowie durch Erdsenkung oder Erdrutsch zu haben. Auch Schneedruck und Lawinen sowie Hochwasser fallen darunter. Schäden, die durch Sturmfluten oder durch den Rückstau von Wasser entstehen, sind dagegen nicht abgesichert. In einigen neueren Versicherungsangeboten sind allerdings Rückstauschäden eingeschlossen - aber nur, wenn der Versicherungsnehmer eine Rückstausicherung eingebaut hat. Je nach Lage kostet sie zwischen 50 und 250 Euro im Jahr.

Probleme mit der Versicherung
Nicht jeder, der eine Elementarschadenversicherung abschließen möchte, bekommt auch eine. Die Versicherer sind zum Abschluss eines Vertrages nicht verpflichtet. In besonders gefährdeten Regionen bieten sie Versicherungen oft nur gegen höhere Prämien an. Dann kostet der Versicherungsschutz schnell 300 bis 400 Euro im Jahr. In stark gefährdeten Gebieten verweigern die Versicherungen allerdings den Zusatzschutz, weil das Risiko für den Konzern zu groß ist.

Wie hoch das Risiko für eine Überschwemmung in einer Region ist, legen die Versicherer anhand eines Zonierungssystems fest, ZÜRS genannt. Unterschieden werden vier verschiedene Gefährdungsklassen (GK):

GK 4 - statistisch ein Hochwasser in 10 Jahren
GK 3 - statistisch ein Hochwasser in 10–50 Jahren
GK 2 - statistisch ein Hochwasser in 50–200 Jahren
GK 1 - statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre ein Hochwasser

Wer in einer Region mit Gefährdungsklasse 3 wohnt, muss mindestens mit einem Prämienzuschlag rechnen. In Gefährdungsklasse 4, mit mehr als einem Hochwasser in zehn Jahren, ist es fast aussichtslos, eine Elementarschadenversicherung zu bekommen.

Alte DDR-Policen

Viele Versicherte in Ostdeutschland haben ihre alte DDR-Haushalts- und Gebäudeversicherung durch den Allianz-Konzern fortführen lassen. In diesen Verträgen sind Elementarschäden, ausgelöst durch Hochwasser, gleich mitversichert.

Hausratversicherung (Hausbesitzer und Mieter)

Die Hausratversicherung deckt Risiken durch Schäden ab, die durch Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl entstehen. Versichert ist alles, was zum Hausrat gehört. Dazu gehören neben den Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen oder Haushaltsgeräten auch Teppiche, Gardinen und Wäsche. Wertgegenstände wie Sparbücher, Schmuck oder Wertpapiere sind bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme mitversichert, wenn sie besonders gesichert sind (zum Beispiel in einem Tresor).

Die Hausratversicherung zahlt für Schäden durch Naturgewalten wie Hochwasser, Starkregen oder Schneedruck normalerweise nicht. Nur in der so genannten erweiterten Haushaltsversicherung der ehemaligen DDR sind Schäden durch Überschwemmungen automatisch im Versicherungsschutz enthalten. Ansonsten muss – analog zur Wohngebäudeversicherung – zusätzlich zur Hausratversicherung eine erweiterte Elementarschadenversicherung abgeschlossen sein.

Kaskoversicherung (Fahrzeugbesitzer)

Ein Auto versucht durch die Wassermassen zu kommen.
Die Teilkasko zahlt bei Schäden am Auto.

Schäden an Autos und Motorrädern durch Naturkatastrophen – außer Erdbeben - begleicht die Voll- oder Teilkaskoversicherung. Reparaturkosten werden bis zum Wiederbeschaffungswert gezahlt, abzüglich der Selbstbeteiligung. Auch für vom Hochwasser verschmutzte Innenausstattungen gibt es Geld. Wichtig: Der Schadensfreiheitsrabatt der Vollkaskoversicherung wird dabei nicht belastet. Eine Ausnahme gibt es: Der Besitzer war rechtzeitig gewarnt und hat sein Fahrzeug nicht in Sicherheit gebracht. Wenn wegen einer Naturkatastrophe ein Unfall geschieht, hat der Unfallverursacher den Schaden zu tragen. Für fremde Schäden zahlt die eigene Haftpflichtversicherung. Ersatz von Schäden am eigenen Fahrzeug erhalten Inhaber von Vollkasko-Versicherungen.

Wichtig für die Schadensmeldung bei der Versicherung
Melden Sie einen Schaden so schnell wie möglich.
Der Bund der Versicherten rät, die Schadensmeldung per Einschreiben mit Rückschein zu senden.
Sinnvoll ist es, den Schaden detailliert zu fotografieren und die Fotos der Schadensmeldung beizulegen.
Außerdem wird eine Aufstellung der beschädigten Gegenstände benötigt.

Zuletzt aktualisiert: 03. Juni 2014, 22:25 Uhr




Meldung vom 2014-06-03 - Fair-Makler.com